Ev.-altreformierte Kirchengemeinde Emden

Osterstraße 35 - 37, 26725 Emden


Wir wolln uns gerne wagen,
in unsern Tagen der Ruhe abzusagen,
die´s Tun vergisst.
Wir wolln nach Arbeit fragen,
wo welche ist,
nicht an dem Amt verzagen,
uns fröhlich plagen und unsere Steine tragen
aufs Baugerüst.
                        Nikolaus Ludwig von Zinzendorf
 
-:-:-:-:-
 
Nein, Jesus kannte keine Fälle,
die Hoffnungslosen gab es nicht.
Stets helfend war er dort zur Stelle,
wo einer tastend suchte Licht.
 
Er hatte Mitleid mit Verirrten,
die hirtenlos und sehr allein
in Schuld und Nöten sich verwirrten
und wußten weder aus noch ein.
 
Er sah, wie sehr sie preisgegeben
den fremden Mächten dieser Welt,
wie arm und ärmer ward ihr Leben
und immer mehr auf sich gestellt.
 
Er rief sie heim in sein Erbarmen.
Er öffnete das Vaterhaus
den Lahmen, Blinden und den Armen
und schloss auch nicht die Sünder aus.
 
Der Heilandsruf klingt duch die Zeiten:
Beladene, kommt her zu mir !
Ich will euch einen Tisch bereiten.
Wir kommen, Herr, wir danken dir !
 
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Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren
und hast mich dir zu eigen gar,
eh ich dich kannt, erkoren.
Eh ich durch deine Hand gemacht,
da hast du schon bei dir bedacht
wie du mein wollest werden.
                                         Paul Gerhardt
 
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Der Anfang, das Ende, o Herr, sie sind dein,
die Spanne dazwischen, das Leben, war mein,
und irrt ich im Dunkel und kannt mich nicht aus:
bei dir, Herr, ist Klarheit, und Licht ist dein Haus.
                                                        Fritz Reuter (plattdeutscher Dichter)
 
 
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Gottes Hände halten die weite Welt,
Gottes Hände tragen das Sternenzelt.
Gottes Hände führen das kleinste Kind,
Gottes Hände über dem Schicksal sind.
Gottes Hände sind meine Zuversicht,
durch Nächte führen sie doch zum Licht.
Im Frieden geborgen, vom Kampfe umtost,
in deinen Händen, Herr, bin ich getrost.
                                                      Hugo Specht
 
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Darf ich wiederkommen
mit der selben Schuld ?
Hast du nicht verloren
endlich die Geduld ?
Nein, das ist unmöglich,
du getreuer Hort.
Eher fällt der Himmel,
eh micht täuscht dein Wort.
                                                     Hermann Heinrich Grafe
 
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Der Ängste Pegel steigt und steigt,
der Menschen Herzen beben.
Es scheint, als sei dem bösen Feind
nun alle Macht gegeben.
Auch uns, die wir auf Gott vertraun,
will Bangen oft bedrängen,
wenn wir die fremden Feuer sehn,
die diese Welt versengen.
 
Doch mahnet uns des Herren Wort,
die Häupter zu erheben,
wenn solches anfängt zu geschehn
und einengt unser Leben.
Wir glauben: Jesus Christus kommt.
Er hat den Feind bezwungen.
Ihm wird dereinst im Friedensreich
von allen Lob gesungen.
 
So lasst uns mutig vorwärts gehen
und tapfer sein im Streite.
Er, der sein Leben für uns gab,
geht helfend uns zur Seite.
Er hält die Welt noch in der Hand
und trotz der Dunkelheiten
ist immer noch sein Geist am Werk,
das Reich hier auszuweiten.

                                                                    Verfasser unbekannt.

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 Wenn Gott mit dem Stabe

des Wehs dich berührt;

wenn er aus der Weite

in Enge dich führt;

wenn er das verweigert,

was heiß du begehrt

und fruchtbare Felder

im Sturm dir zerstört,

verzage nicht, Seele !

 

Hat Gott dir genommen,

was kostbar dir war,

er reicht es verwandelt

dem Herzen einst dar.

Verlier nicht die Hoffnung,

vertraue der Macht,

die hell es lässt werden

nach dunkelster Nacht.

Verzage nicht, Seele !

                               Verfasser unbekannt.

 

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Glauben heißt:

Darauf vertrauen,

dass mehr da ist,

mehr geschehen kann,

mehr für uns bereitet ist,

als wir jetzt ahnen und wünschen

und für möglich halten.

                                                 Verfasser nicht bekannt.    

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Du öffnest die Türe,

rufst mich herein.

Du fragst nicht nach Würde,

Stand oder Sein.

 

Ich folgte den Boten. -

Weit ist der Saal. - 

die Tafel bereitet,

köstlich das Mahl.

 

Du nötigst zu Tische

schenkst mir das Brot,

es stillt meinen Hunger,

verwandelt die Not.

 

Du reichst mir den Becher

Gnade und Kraft.

Gelobt sei mein König !

Neues er schafft.

 

Ich komm aus dem Staunen nimmer heraus.

Nach Heimweh und Ängsten

bin ich zuhaus.

 

Wie soll ich dir danken,

Meister und Herr ?

Hier hast du mein Leben.

Nimm es zur Ehr.

                                               Verfasser nicht bekannt.

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Herr, alle Sorge um mich überlasse ich dir,

denn du sorgst für mich bis zum Ende.

Dann wirst du mir mein Leben zurückgeben,

klar und erfüllt,

und ich sehe den Segen,

den ich getragen habe.

                                                       Jörg Zink

 

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